Arten Haarausfall

1. HAARAUSFALL DURCH CHEMO-BEHANDLUNG

Warum fallen die Haare aus?
Die Wirkung der Chemotherapie richtet sich vor allem gegen Zellen, die sich in einem bestimmten Rhythmus teilen. Krebszellen und Haarwurzelzellen wachsen und teilen sich ungefähr gleich schnell. Da aber die Chemotherapie Krebszellen und Haarwurzelzellen nicht unterscheiden kann, fallen die Haare aus.
Wieviele Haare werden Sie verlieren?  Die Chemotherapie hat einen Effekt auf alle Haare des Körpers. Da die Kopfhaare am schnellsten wachsen sind sie jedoch am stärksten von der Chemotherapie betroffen. Dieser Zustand dauert aber nur so lange an, wie die Chemotherapie verabreicht wird.
Das Ausmaß des Haarverlustes unter Chemotherapie ist individuell sehr verschieden und reicht vom teilweisen bis zum kompletten Haarausfall. Dies kann auch das Barthaar, die Augenbrauen und Wimpern betreffen, was in den meisten Fällen auch geschieht. Je nach Behandlung oder körperlicher Konstitution kann dem Patienten der Haarausfall an diesen Stellen des Körpers auch erspart bleiben, da die Durchblutung dort meistens weniger stark ist.
Eine grosse Rolle spielt vor allem Art und Stärke der Chemotherapie, die Ihnen verabreicht wird. Dabei ist zu erwähnen, dass nicht alle Zytostatika Haarausfall verursachen. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Sie damit rechnen müssen.
Wann werden die Haare ausfallen?

Der Beginn des Haarausfalls kann je nach Konstitution das Eigenhaares und Wirkungsweise der Therapie unterschiedlich sein. Aus Erfahrung können wir sagen, dass es eher selten vorkommt, dass ein Patient schon nach der ersten Behandlung seine Haare verliert. Es ist auch schon vorgekommen, dass nach der elften(!) Behandlung noch kein Haar ausgefallen ist. Für den bevorstehenden Haarausfall gibt es jedoch in den meisten Fällen ein untrügliches Anzeichen: Fast 90% aller Patienten, denen die Haare ausgegangen sind, hatten ca. einen Tag lang ein seltsames Gefühl auf der Kopfhaut. Die Einen empfinden es als eine Art Juckreiz, andere empfinden es so, als hätten sie einen Zopf zu fest zusammengebunden. Grund dafür ist eine Art “Abstoßungsprozess” im Haarschaft. Es dauert dann zwischen zwei und 14 Tage bis das Haar komplett verloren geht.

Wann wachsen die Haare wieder nach?

Nach Abschluss der Chemotherapie beginnt das Haar normalerweise wieder zu wachsen. Bis Sie das Haar sehen können dauert es ungefähr einen Monat. Anschliessend wächst das Haar etwa 1-2 cm pro Monat. Je nachdem müssen Sie 2 – 3 Monate rechnen, bis Sie wieder ohne Perücke auskommen. Es ist zu bemerken, dass sich Haarstruktur und -farbe verändern können und da sich alle Haare in derselben Wachstumsphase befinden, wird Ihnen Ihr Haar sehr dicht erscheinen.
Verändern sich meine Haare danach?  Hier kommt die gute Nachricht: In Fast allen Fällen kommt das Haar um einiges dicker heraus, zahlenmäßig bleibt es aber gleich. Fast alle Patienten bekommen am Anfang eine leichte bis starke Naturkrause. Die Intensität der Krause lässt aber zumeist nach ca. einem halbe Jahr wieder nach, oder löst sich komplett wieder auf. In einigen Fällen kommt es auch zu einer mehr oder weniger geringen Veränderungen der Haarfarbe. Zumeist ist es jedoch nur eine Erhöhung des Weißanteiles im Haar.

2. ERBLICH BEDINGTER HAARAUSFALL (Androgenetischer Haarausfall)

Wenn in der Kopfhaut viel DHT vorhanden ist und eine ererbte Überempfindlichkeit dafür besteht, wird die Wachstumsphase (Anagenphase) des Haares verkürzt. Ein glatzköpfiger Mann hat dementsprechend nicht weniger Haarfollikel als ein Mann mit vollem Haarwuchs. Lediglich die Wachstumsphase des Haares ist derart verkürzt, dass es, vergleichbar z. B. mit den Härchen auf der Stirn, kaum noch sichtbar hervortritt. Die Haarfollikel verkümmern also nach und nach, was auf die Überempfindlichkeit auf das DHT zurückzuführen ist. Unempfindlich gegen DHT ist das Kopfhaar im Hinterkopf- und im Nackenbereich; Hauptsächlich sind Männer davon betroffen.

3. KREISRUNDER HAARAUSFALL

Alopecia areata ist die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung (ca. 1,4 Mio. Menschen in Deutschland) und kann in jedem Lebensalter auftreten, wobei das zweite und dritte Lebensjahrzehnt bevorzugt sind. Typischerweise liegen am behaarten Kopf eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen vor. Daher spricht man auch von kreisrundem Haarausfall. Im Randbereich findet man häufig sogenannte “Ausrufezeichen-Haare”. Dies sind kurz abgebrochene Haare, die an ihrem Ende immer dünner werden. Die Kahlstellen sind glatt, eingesunken, nicht schuppend, und die Haarfollikel bleiben erhalten. Häufig bestehen zusätzlich Veränderungen der Fingernägel mit Grübchen, Rillen oder sandpapierartigen Aufrauhungen. Bisher liegen die genauen Ursachen dieser Krankheit noch im Dunkeln. Man nimmt an, dass Immunzellen, die sich eigentlich um die Abwehr von Viren, Bakterien und Pilzen kümmern sollen, ihre Aktivität gegen die Zellen in den Haarwurzeln des eigenen Körpers richten.

 

4. DIFFUSER HAARAUSFALL (diffuse Alopezie)

Vom diffusen Haarausfall spricht man, wenn die Haare mehr oder weniger vom gesamten Kopf ausfallen. Dieser Haarausfall tritt mehr bei Frauen als bei Männern auf. Ursachen können Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, Stress oder Infektionen sein. Einige Medikamente (so z. B. der Wirkstoff Methylphenidat, der in der Behandlung von ADHS und Narkolepsie eingesetzt wird) können ebenfalls zu Haarausfall führen. Auch Infektionen (A. symptomatica) können zu einem zeitlich begrenzten Haarverlust führen. Dazu gehören u. a.: Impetigo contaginosa, Karbunkel, Wundrose oder Gürtelrose. Eine einheitliche Diagnosemethode gibt es hier nicht, weil viele Faktoren mit hineinspielen.

 

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